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Gemeinsame Stellungnahme des JGHV Landesverbandes NRW und des Landesjagdverband Nordrhein Westfalen

Gemeinsame Stellungnahme des JGHV Landesverbandes NRW und des Landesjagdverband Nordrhein Westfalen

Der JGHV Landesverband NRW und der Landesjagdverband Nordrhein Westfalen (LJV NRW) haben das in sozialen Medien verbreitete Video eines Unternehmens aus NRW sowie die hierzu verbreitete Stellungnahme des Autors und der Geschäftsführung zur Kenntnis genommen.

Nach Darstellung des Unternehmens habe der beteiligte Mitarbeiter in der konkreten jagdlichen Situation verantwortungsvoll gehandelt, den Hund aus einem potenziellen Gefahrenbereich entfernt und keinen tierschutzwidrigen Umgang gezeigt. Gleichzeitig räumt das Unternehmen ein, dass die spätere öffentliche Darstellung durch unglückliche Wortwahl und fehlenden Kontext ein falsches Bild vermittelt hat.

Wir nehmen diese Klarstellung sowie die angekündigten Maßnahmen zur internen Aufarbeitung und zur Überarbeitung der Kommunikationsstandards zur Kenntnis.

Unabhängig davon bleibt festzuhalten:
Die im Video gewählten Formulierungen und Bewertungen eines Jagdhundes als „schlechtester Jagdhund der Welt“ sind sachlich unangebracht, fachlich nicht haltbar und dem Ansehen des Jagdgebrauchshundewesens und der Jägerschaft abträglich. Öffentliche Abwertungen einzelner Hunde oder Hundeführer widersprechen dem partnerschaftlichen und verantwortungsvollen Umgang, den wir im Jagdgebrauchshundewesen und der Jägerschaft vertreten.

Eine ethische, moralische und im Sinne von Tierschutz und Waidgerechtigkeit zwingend zu beachtende Grenze wird mit der nicht entschuldbaren Aussage überschritten, man habe den Hund durch einen Tritt zum Weiterjagen bewegen wollen. Dieses Verhalten ist auch im Nachhinein in keiner Weise zu relativieren.
Spätestens in dem Moment, in dem der Hund nach eigener Aussage des Autors laut klagend reagiert hat, bestand die unmissverständliche Pflicht jedes Jagdteilnehmers, unverzüglich geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Jagderfolg und freies Schussfeld haben in einer solchen Situation sofort und ausnahmslos in den Hintergrund zu treten.

Die Ausbildung, Entwicklung und Leistungsfähigkeit eines Jagdhundes sind stets das Ergebnis von Führung, Erfahrung, Umfeld und Situation. Ein im Einsatz befindlicher Jagdhund darf weder öffentlich herabgewürdigt noch pauschal bewertet werden.

Das vom Unternehmen angesprochene Thema der fachgerechten Vorbereitung von Hunden auf Gesellschaftsjagden ist zweifellos relevant und verdient eine sachliche, fundierte und respektvolle Auseinandersetzung. Dies darf jedoch nicht durch provokative oder unsensible Darstellungen geschehen.
Der JGHV Landesverband NRW und der LJV NRW erwarten von allen Akteuren mit öffentlicher Reichweite:

  • einen respektvollen Umgang mit Jagdhunden und ihren Hundeführern
  • eine fachlich korrekte und verantwortungsvolle Kommunikation
  • besondere Sensibilität bei der öffentlichen Darstellung jagdlicher Praxis

Wir begrüßen, dass das Video offline genommen wurde, und nehmen die öffentliche Entschuldigung des Autors gegenüber der jagdlichen Gemeinschaft und den betroffenen Hundeführern ebenfalls zur Kenntnis.

Der JGHV Landesverband NRW und der LJV NRW werden sich weiterhin entschieden für hohe Standards in Ausbildung, Tierschutz und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen.

Jagdgebrauchshunde sind keine Objekte medialer Zuspitzung, sondern unverzichtbare Partner in einer verantwortungsvollen Jagdausübung.
Unsere Werte sind Leistung, Verantwortung, Respekt und Sachlichkeit – und diese Maßstäbe gelten für alle, die im jagdlichen Umfeld öffentlich auftreten.

05.02.2026
JGHV Landesverband NRW und Landesjagdverband Nordrhein Westfalen

Stellungnahme zum Download

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